we talk about it !

(früher Interkul) 

Integration - dazu gehört auch ein sich auseinandersetzen mit sich selbst

 Nicht nur der Spracherwerb ist wichtig - wie können wir einen gemeinsamen Weg finden, die Stärken unserer Kulturen zu vereinen? Wie machen wir die Vielfalt der unterschiedlichen und komplexen Systeme in Deutschland für uns und andere sichtbar? Die schulischen Möglichkeiten sind hier eingeschränkt, da enge Lehrpläne und wenig Personal dies verhindern. Eine intensive Möglichkeit sich auszutauschen, um ein gemeinsames Miteinander zu entwickeln.
   
 Ein intensiver Workshop mit wenigen Teilnehmern hat den Vorteil, dass durch bestimmte Übungen Sachinhalte auf spielerische Art vermittelt werden können und die Teilnehmer die Chance haben, ihr Erlebtes und Erfahrenes mit diesen Sachinhalten in Einklang zu bringen.
   
 Sprachbarrieren, aber auch mangelnde Transparenz und fehlende Kenntnisse über Rechte und Pflichten führen bei Geflüchteten häufig zu Missverständnissen und Frustrationen. Mit den sozialpädagogischen Integrationskursen sollen die TeilnehmerInnen in einem pädagogisch systemischen unterstützenden  Rahmen die Möglichkeit erhalten, Werte, Normen und Regeln ihrer Heimatkulturen und Religionen mit den in Deutschland üblichen Werten, Normen und Regeln zu vergleichen, für sich zu bewerten und in einen Kontext zu bringen. So können sie für sich erkennen, welche ihrer mitgebrachten Werte und Normen noch angemessen erscheinen und welche neu gedacht werden sollten, um unnötige Konflikte zu vermeiden. Die Möglichkeit, den Raum und die Zeit hierfür zu haben, ist essentiell für die kognitive und emotionale Verarbeitung jedes Einzelnen und dient somit dem gelingenden Integrationsprozess. Eine solch intensive Beschäftigung und Bearbeitung ist dem pädagogischen Personal in den Wohngruppen und Unterkünften aufgrund der individuellen Alltagsprobleme zeitlich nicht möglich.
   
 In Gruppen mit max.12 Geflüchteten kann in einem 7-stündigen Workshoptag jeweils eines der folgenden Inhalte bearbeitet werden:
    

  • Erläuterungen in einfacher Sprache zu den Asylgesetzen, zum Arbeitsmarktzugang, Schulsystem, und zu den Sozialleistungen;
  • Werte, Normen und Regeln der eigenen Religion und Kultur sowie von Deutschland;  
  • Mann und Frau in Deutschland und im Herkunftsland – Rolle, Beziehungsgestaltung, Sexualität;  
  • Ich in Deutschland: Wer bin ich? Warum bin ich hier? Und was kann ich hier machen? Freunde, Bekannte, Peer Group - mit wem will/kann ich meine Zeit verbringen? 
  • Freizeitgestaltung in Deutschland - was kann ich mit wem wo machen? Und wo sollte ich es sein lassen? Was hat meine Stadt mir zu bieten? 


Die Methoden der Vermittlung und Gestaltung der Workshops variieren: dazu gehören Workshops mit der Beteiligung von Kooperationspartnern und Ehrenamtlichen, Medienvorträge, Gastvorträge von Kooperationspartnern, sowie Besuche von Museen, Firmen, Bildungsinstituten, Justizanstalten etc. Ziel der Workshops ist die Förderung der eigenständigen Teilhabe an der Gesellschaft.
 
 

Unsere Leistungen für Workshops mit Geflüchteten:

  • Ausführliches Vorgespräch/Beratung für Asylsozialberatungen, Helferkreise und Vereine über das Thema des Workshops
  • Inhouse-Workshops in Gemeinschaftsunterkünften und Wohngruppen für unbegleitete minderjährige Geflüchtete 
  • Ausstellen von Teilnahmebestätigungen für Teilnehmende 
  • Auf Wunsch: Nachbearbeitung mit Teilnehmenden 

 

Sie haben Interesse an einem Workshop in Ihrer Einrichtung:  Kontaktieren Sie uns unverbindlich über unsere Kontaktformular oder rufen Sie uns unter 017684283560 an.

Finanzierung: derzeit ist ein Eigenanteil von 140€ für einen 6 stündigen Workshop zu zahlen. Derzeit steht eine Zusage für einen Finanzierungsantrag aus, der im April für das Projekt we support gestellt wurde. Wenn dieser bewilligt wird, sind die Workshops für Gemeinschaftsunterkünfte kostenlos.